Wie läuft es denn jetzt?

Quasi Teil 2

Denn Teil 1 gab es bereits mit Eddie. Aber nun ist alles anders. Man kann es auch gar nicht miteinander vergleichen wie es mit Eddie und Karli gelaufen ist. Denn da war Alt & Jung vereint. Nun haben wir Jung & Jung vereint. Für uns hat damit ein ganz neues Leben angefangen. Deswegen hat es auch gedauert, diesen Artikel hier zu schreiben. Denn wir Vier mussten uns neu kennenlernen, neu beschnuppern. Unser Rudel hat sich sozusagen neu gebildet. Nicht nur unsere beiden Hunde müssen viel lernen, auch wir Zweibeiner müssen manches neu lernen.

Warum? Weil wir erst jetzt wirklich mit zwei Hunden zusammenleben. Hört sich vielleicht komisch an, ist aber so. Wir können unser jetziges Zusammenleben nicht mit dem Zusammenleben mit Eddie  & Karli vergleichen. Denn auf einmal ist das ehemalige Baby kein Baby mehr, nicht mehr der Kleine. Jetzt ist er der Große und jetzt darf er den Kleinen miterziehen. Das macht Karli auch. Anfangs war das für uns sehr ungewohnt. Dachten wir ernsthaft, er kann den Kleinen zeitweise nicht leiden, ist ihm gegenüber sogar aggressiv. Ja, es ging manches Mal hoch her bei uns 😉 Er ging auf den Kleinen richtig drauf und Cooper schrie los…. wenn man es noch nicht kennt, dann ist es richtig heftig. Wenn es zu heftig sind, sind wir auch dazwischen gegangen. Cooper selbst wurde aber niemals ein Haar gekrümmt. Kein Kratzer, keine Kitsche, nichts. Aber Cooper ist auch ein kleiner Schauspieler und “Memme”… er schreit schnell schon mal los 😉 Und jammert 😉 Und spielt den Unschuldsengel und das arme Hascherl 😉

So langsam spielt es sich nun ein. Es gibt Momente, da grummelt Karli ordentlich. Aber da haben wir verstanden: da ist er müde und er möchte da einfach seine Ruhe haben und in diesen Augenblicken möchte er dann keinen Cooper neben sich haben. Und mal ehrlich, wenn wir unsere Ruhe haben möchten und ein Zwerg ist vor uns und nervt uns, dann werden auch wir grummelig.

Hinzu kommt, beide Hunde mussten sich erst einmal richtig kennenlernen. Wie tickt der andere, wie ist er drauf. Anhand von ihrer Körpersprache haben sie sich angenähert und kennengelernt. Zeitweise kann man das herrlich beobachten. Karli macht seine Brust noch etwas breiter, Cooper beobachtet ihn und geht ihm aus dem Weg. Was natürlich nicht immer klappt, denn Cooper ist noch ein Baby und dieser kleine verrückte Kerl hat nur hemmungslosen Blödsinn im Kopf 😉 Aber beide können ganz wunderbar miteinander spielen. Wobei jeweils das Spielzeug des anderen immer grundsätzlich das Beste und das Schönste ist und beide wollen immer alles haben. Jeder beansprucht für sich: alles meins. So geht es dann hin und her. Ab und zu schlägt die Stimmung dann durchaus auch mal um. Mittlerweile geht Karli aber hinterher zu Cooper hin und beschnuppert ihn. Wahrscheinlich um zu signalisieren: hey, dass war gerade doof… die Ansage war nötig, jetzt ist aber gut. Und wir? Wir entspannen uns langsam mehr. Aber es hat echt gedauert und wir haben zeitweise auch gedacht: oh scheisse…. ob das alles so wird, ob das alles so gut geht? Natürlich wird es nochmal interessant, wenn Cooper geschlechtsreif wird. Möglich, dass noch eine anstrengende Zeit auf uns wartet. Aber bis dahin kennen wir beide Hunde noch besser und bis dahin haben sich beide noch mehr aneinander gewöhnt. Tja und sollte es schwierig werden, dann bekommen wir das auch gewuppt.

Natürlich ist es zur Zeit sehr sehr anstrengend. Das Baby muss alles lernen: stubenrein, Couch anknabbern ist doof, Nein heißt Nein, von der Couch auf den Wohnzimmertisch springen ist auch doof, überm Zaun zu den Nachbarn herüber klettern ist ebenso doof (gut, dass Karli das nicht gesehen hat *g*). Das Schlimme dabei ist ja noch: man muss ernst  bleiben! Aber er muss halt lernen, dass es gewisse Regeln gibt.

Worauf wir uns freuen? Als erstes auf die Stubenreinheit 😉 Worauf noch? Das er durchschläft und wir nachts nicht raus müssen. Worauf noch? Das er am Wochenende auch mal länger schläft 😉 Aber mit jeder Woche die hinzu kommt, wird ja auch das besser.

Fakt ist aber: es macht verdammt viel Spaß mit zwei Hunden! Wenn wir spazieren gehen und beide über eine Wiese gemeinsam toben und rennen und sich erfreuen, dass sie zu Zweit sind und nicht alleine. Das alleine wiegt alles auf. Denn zu 85 % sind beide mittlerweile ein Kopf und ein Arsch 😉 Wenn es so bleibt, können wir zufrieden sein.

3 Kommentare zu „Wie läuft es denn jetzt?“

  1. Ich erkenne soviel Parallelen wie das bei uns so war. Ich erinnere mich daran wie unser Paul zu uns kam und Sammy ersteinmal tödlich beleidigt war. Unser Paul könnte auch kreischen und schreien . Da ist die ganze Nachbarschaft zusammengelaufen weil jeder dachte Paul ist was passiert. Und was war ? Der Nachbarshund hatte gewagt bei uns am Zaun zu stehen. Mit dem Pipi machen haben wir auch gedacht der lernt das nie. 2010 hatten wir Jan und Februar sehr viel Schnee . Da war es dem Herrn draußen zu kalt. Da würde Pipi lieber im Haus gemacht. Aber irgendwann hat er es auch gelernt. Leider haben uns Sammy 2015 und Paul 2017 für immer verlassen. Jetzt haben wir unsere Einzelprinzessin. Das ist auch eine ganz neue Erfahrung. Aber ohne wollten wir nie mehr sein .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.