Wie läuft es denn so?

Diese Frage habe ich in den letzten Wochen fast jeden Tag zu hören bekommen. Verständlich, denn schließlich haben wir uns auf ein großes Abenteuer eingelassen.

Aber lassen wir in diesem Fall doch mal Bilder sprechen:

Wie man sehen kann, akzeptiert Eddie den Kleinen. So langsam kommt auch immer mehr das Gefühl bei uns auf, dass die beiden sich mögen. Wobei wir bei Karli klar sehen, dass er Eddie toll findet. Anders herum ist das natürlich so eine Sache 😉 Aber verständlich. Denn Eddie ist 14 Jahre Einzelprinz gewesen und nun sind wir auf diese wahnwitzige Idee gekommen: wir holen uns einen zweiten Hund. Uns war durchaus bewusst, dass es auch böse ins Auge gehen kann (und da wir nicht hellsehen können, kann es auch immer noch passieren). Aber ich wäre nicht ich, wenn ich so grenzenlos optimisch wäre.

Wir hatten von Anfang keine großartigen Erwartungen. Natürlich haben wir es uns gewünscht, dass Eddie es ganz toll finden wird und den Kleinen sofort adoptiert. Nein Quatsch. Selbst das haben wir uns nicht gewünscht. Nur gewünscht, dass es Eddie weiterhin gut geht, er sich bei uns wohlfühlt und Karli akzeptiert. Diese Wünsche sind bislang in Erfüllung gegangen. Eddie geht es nach wie vor gut, wir beziehen ihn mit ein, wir setzen ihn nicht zurück. Er fühlt sich auch immer noch wohl und wirkt auch nicht in irgendeiner Art und Weise traurig.

So langsam kommt es auch immer mehr, dass beide Hunde miteinander spielen. Natürlich kann Eddie nicht mehr so spielen, wie es ein 6 – 8 Jahre jüngerer Hund könnte. Demnach wäre es mit einem jüngeren Hund auch etwas einfacher.  Aber er ist immer noch in der Lage Karli Bescheid zu sagen und das macht er auch. Er zeigt ihm klar: jetzt möchte ich meine Ruhe. Karli versteht diese Zeichen sehr gut. Er wäre aber kein waschechter Terrier, wenn er es nicht doch nochmal versuchen würde 😉 Entweder wird Eddie dann deutlicher oder er spielt dann sogar mit ihm. Treibt Karli es zu bunt trotz Ansagen von Eddie, dann müssen wir eingreifen. Dann schauen wir z.B., dass Eddie in seinem Körbchen seine Ruhe hat. Mit einem so kleinen quirligen Welpen nicht immer einfach 😉

In der ersten Woche habe ich selbst wohl mehr mit unserer Entscheidung gehadert als Eddie selbst 😉 Denn auch wir mussten uns in diese neue Rolle: ein Welpe ist im Haus, wieder einfinden. Selbst begreifen, dass Karli manches nicht versteht, weil er das selbst erst einmal lernen muss. Was ist ein Nein? Begreifen, dass Karli dieses Wort erst lernen muss. Nach 3 Wochen Leben mit Karli kann ich das jetzt nachvollziehen. Wir können den Kleinen besser einschätzen und er uns. Auch wenn seine kleine Welpenwelt noch rosarot und kunterbunt ist, so versteht er doch langsam das es Grenzen gibt. In unserem Haushalt, draußen und überhaupt in seinem und unseren Leben. Wir lernen ihn immer besser kennen und wissen durchaus, dass er ein kleiner Meckerkopp ist, der gerne das letzte Wort hat. Das er Menschen gegenüber eher zurückhaltender ist, was wir sehr schätzen. Auch anderen Hunden gegenüber. Aber auch da hat er in der Hundeschule gezeigt, dass er ein waschechter Parson Russell Terrier ist. Er spielt total gerne mit einem anderen kleinen Jack Russell. Kommen größere Hunde, wollen mitspielen, sind vielleicht auch aufdringlich, dann zeigt Karli seine wahre Größe 😉 Da springt dann schon mal ein 5 Monate alter Dobermann zurück und zeigt Respekt. Sieht durchaus lustig aus und wir schmunzeln schon darüber. Wissen aber, dass wir das im Auge behalten werden und ggfs. auch daran arbeiten werden müssen. Wir haben uns halt für einen Terrier entschieden 😉

Würden wir mit dem jetzigen Wissen nach 3 Wochen Leben mit Karli unsere Entscheidung noch einmal überdenken? Nein! Denn es ist jetzt einfach schön. Anstrengend, nervig, aber schön. Wir würden es wieder machen. Denn dieser kleine Mann ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und gehört fest zu uns.

3 Kommentare zu „Wie läuft es denn so?“

  1. Es ist so schön, die beiden Racker so zusammen zu sehen. Ich bin sehr gespannt, was Paul zu ihm sagt und wie frech er sich da zu sein traut. Bisher war Paul zu allen Welpen zuckersüß. Auf dass es so bleiben möge – auch bei dieser Superfrechnase, die mit Verstärkung anrückt!

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