Funkstille oder will sie etwa nicht mehr?

Doch! Ich will immer noch und ich hätte gerne zwischendurch mal etwas gebloggt. Aber warum war oder ist hier diese Funkstille?

Ich benötige Muße zum Schreiben und diese hatte ich zur Zeit einfach nicht. War aber Muße da, dann mangelte es einfach an der Zeit. Das Leben hat mich zur Zeit voll im Griff. Es war nach dem Urlaub einfach alles etwas zu viel. Von unserer Urlaubserholung ist nichts mehr übrig. Leider. Ich bin zwar nun nicht so wahnsinnig gestresst oder mir merkt man es nicht unbedingt an. Aber innerlich schon gestresst, genervt. Das zeigt sich bei mir dann immer eher daran, dass ich wenig bis fast nichts bei Instagram poste oder hier den Blog vernachlässige. Dabei liebe ich beides. Aber es gibt dann Tage, da habe ich einfach kein Foto für euch 😉 Ich schaue auch dann mehr nur sporadisch bei Instagram durch. Ich hab dann einfach keinen Nerv darauf. So ist es dann einfach etwas stiller, was ich auf der einen Seite schade finde, es mich aber auch nicht stört.

Aber was hindert mich denn nun bzw. stresst mich denn? Im Urlaub hatte meine Mama einen Unfall. Sie ist aus einer Straßenbahn ausgestiegen, paar Schritte gegangen und fand sich dann auf dem Gleisbett der Straßenbahnschienen wieder. Jemand kam ihr entgegen gelaufen, er fand, dass meine Mutter ihm im Weg war und hat sie auf Seite gerempelt. Ich gehe nicht von Absicht aus, also es war kein bewusster Stoß. Aber weiß man es schon? Wenn jemand so ignorant und egoistisch ist und die Bahn bekommen möchte und keine Rücksicht nimmt, dann kann man evtl. doch von Absicht reden. Keine Frage, ein Anrempler kann jedem passieren. Aber jemanden so anrempeln, dass die andere Person dadurch umfällt und richtig hinschlägt….. nein, dass darf nicht passieren. Auch darf nicht passieren, dass man einfach weiter geht und sich um nichts kümmert. Gott sei Dank haben sich aber andere um meine Mutter gekümmert und ich hab in meinem Urlaub dann schnell eine Onlineanzeige bei der Polizei gemacht. Kaum wieder zu Hause am nächsten Tag nach Mama. Feststellen, dass es so nicht geht, dass sie alleine zu Hause ist. Also haben wir sie ins Krankenhaus einliefern lassen. Was auch absolut gut so gewesen ist. Denn dort hat sich heraus gestellt, dass sie sich einen Bruch des 12. BWK zugezogen hat und nicht erst wie angenommen einen Bruch des 5. LWK. Der Bruch wurde operativ versorgt und nun hieß es für uns: ins Krankenhaus fahren. Ich musste an dem Montag noch zusätzlich zum Zahnarzt, denn auf der Heimfahrt von Sylt ist mir meine Brücke losgegangen…… Wenn man in die Scheiße packt, dann immer richtig gelle? 😉 Trotzdem hat mich das alles nicht deprimiert oder sonstiges. Ich bin und bleibe ein positiver Mensch. Eine Woche nach Einlieferung ins KH kam Mama auch wieder nach Hause. Aber machen konnte sie anfangs nicht viel. So überlegten wir alle gemeinsam, was man wie am besten machen kann. Essen bestellen bei der Caritas fürs Mittags, eine Haushaltshilfe organisieren. Diese war jedoch nur ein Mal da. Sie hatte nur gesaugt und von sich aus nicht mehr gemacht. Lieber meiner Mama erzählt, dass sie überall soviel Trinkgeld bekommt, ihr Mann arbeitslos ist und sie in der Privatinsolvenz….. Ah ja! Am nächsten Tag ist meine Mama zu ihrer Krankenkasse gefahren und hat gesagt, dass die nicht mehr kommen braucht. Ein wenig kann meine Mama auch schon mehr machen, aber sonst sind meine Schwester und ich gefordert. Und glaubt mir, wenn meine Mama eines wirklich gut kann, dann ist es kommandieren ;))))) So raucht dann irgendwann der Kopf, denn es ist ja nicht nur, dass wir alles da organisieren müssen und sonst nichts zu tun haben. Ich habe da nunmal noch einen Vollzeitjob und da meine Zimmerkollegin in Rente gegangen ist, haben wir aufgrunddessen Dauervertretung. Nun kam zur Dauervertretung aber noch die Grippewelle und aus unserem Kreis fehlten direkt zwei Kolleginnen. Da ist man dann doch froh, wenn Feierabend ist. Fühlte ich mich zwar nicht so gestresst, so merkte ich es aber doch, weil einfach das Essen besser schmeckte und mehr Süßigkeiten im Spiel waren, als eigentlich gut ist und ich auch will. Dann hatte ich in der ganzen Zeit auch das Gefühl, dass ich krank werde. Aber bislang bin ich verschont geblieben und ich klopfe nun einfach mal auf Holz 😉 Und mache es wie unser Hund… ich grinse!
Ach, eines kann ich noch drauf setzen. Zur Dauervertretung (die natürlich noch andauernd) plus Krankheitsvertretung kommt noch, dass ich ja nun eine neue Zimmerkollegin habe. Eine sehr liebe Kollegin und wir verstehen uns auch wirklich gut. Aber? An sich kein aber und wiederum doch ein Aber 😉 Naja, sie ist halt neu und auch wenn wir nicht im gleichen Bereich arbeiten, so hat sie natürlich viele Fragen und diese soll sie auch stellen und fragen. Stört mich auch alles gar nicht, aber das kommt natürlich noch hinzu, dass man dann irgendwann im privaten Bereich seine Ruhe haben möchte. Was aber nicht ging, aus den o.g. Gründen 😉

Was macht man also? Man verschönert sich so das Leben! Da auch langsam die Sonne sich etwas mehr hat blicken lassen und wir unseren Balkon aufgeräumt haben, musste ein erster kleiner Besuch im Pflanzencenter herhalten.
Da wir mittlerweile einen sehr sehr quengeligen kleinen Mann zu Hause haben, musste er zwischendurch mal in den Einkaufswagen. Für einen Jack Russell hielt er es erstaunlicherweise lange durch. Ganze 3 – 5 Minuten hat er halbwegs ruhig im Wagen gesessen. 😉 Man weiß halt, worauf man sich einlässt, wenn man sich einen Jack Russell ins Haus holt. Gut, dass es nun im Alter noch schlimmer wird, haben wir nicht bedacht. Aber uns kann halt nichts erschüttern… auch ein eigensinniger und altersstarrsinniger Jack Russell nicht. Ändert auch nichts daran, dass wir diese Rasse immer noch abgöttisch lieben 😉

Nun folgte endlich das Osterwochenende und mit diesem habe ich mir geschworen: Wochenende genießen, etwas für die Seele machen. Was streichelt meine Seele perfekt? Reiten! Über ein Jahr war ich nicht mehr reiten gewesen. Natürlich vermisse ich es durchaus, aber es ist auch genauso ok, dass wir aufgehört haben. Trotzdem erwische ich mich dabei, wie ich mich nach neuen Ställen umschaue. Wo man evtl. reiten kann, wo es nett ist, wo es uns gefallen könnte. Reitställe gibt es übrigens reichlich. Nicht so reichlich wie man vielleicht vermutet, gibt es Reitschulen. Außerdem bin ich da eh arg wählerisch.. aber vielleicht dazu mal in einem seperaten Blogbeitrag mehr. Ich jedenfalls habe am Samstag auf einem Pferd ehm Pony gesessen und bin stolz auf mich, dass ich das alles so gemacht habe. Es ist dort eine Möglichkeit zu reiten, aber nicht für mich das was mich wirklich glücklich macht. Ich fühle das halt einfach hinterher: bin ich innerlich befriedigt, dann ist es gut. Und ich war hinterher einfach nicht befriedigt. Trotzdem war es schön. Alles andere wird sich schon finden.

Wie es so mit den freien Tagen ist. Sie gehen immer viel zu schnell herum. Schon war Ostersonntag und da waren wir bei Mama lecker Mittagessen und am Ostermontag sind wir in die Therme gegangen. Ich verspürte so sehr den Wunsch, es sich gut gehen zu lassen und so sind wir ins Mediterana nach Bergisch Gladbach gefahren. Da Micha und ich beides keine Saunagänger sind, waren wir in den Thermalbädern drin und haben vier Stunden lang die Seele baumeln lassen. Es ist wirklich sehr schön da und definitiv nicht unser letzter Besuch. Am Abend waren wir noch Essen gewesen, denn wir zwei Dösbaddel hatten schlicht und ergreifend einfach vergessen uns etwas heraus zu legen. Aber gut, es gibt nun Schlimmeres wie Essen gehen 😉

Nun aber war Ostern  endgültig vorbei und der Arbeitsalltag hat mich wieder fest im Griff. Für mich geht eine Krankheitsvertretung noch weiter, aber ich hoffe sehr, dass meine Teamkollegin nächste Woche wieder gesund ist.  Wie ihr hier aber erkennen könnt: wenn ich dann einmal schreibe, dann schreibe ich und dann wird so ein Blogbeitrag durchaus etwas länger 😉 Ich hoffe sehr, ihr habt bis hierhin tapfer durchgehalten! Ich werde mich bemühen, etwas mehr zu bloggen! Versprochen! Ob ich es halte? 😉 Wir werden sehen. Aber eines kann ich euch ehrlich verraten: Bloggen macht mir nach wie vor Spaß und ich schreibe nach wie vor sehr gerne!

4 Kommentare zu „Funkstille oder will sie etwa nicht mehr?“

  1. Dieses Jahr scheint bei einigen nicht langweilig zu sein. Ich kann da auch ein Lied von singen.
    Bin eigentlich auch keine, die sich stressen lässt, aber ich merke dann auch, dass ich einfach nur noch platt und ausgelaugt bin.
    Ich hoffe Dinger Mama geht es bald wieder gut. Ätzend, wenn ein eigentlich vitaler Mensch durch so einen Mist raus gerissen wird und auf einmal Hilfe braucht. Und die ist leider wirklich nicht einfach zu finden.
    Wenn Ihr jemand sucht, der ordentlich putzt, melde Dich gerne. Mein Papa hat da echte Perlen.

    1. Ich freue mich, dass du mich auf meinem Blog besuchst 🙂 Ich hatte das auch gemerkt, dass ich dann sehr ausgelaugt gewesen bin und platt. Zum Glück ist es bei mir möglich, dass ich mich dann auch mal krank melden kann. So hatte ich in der Zeit auch einen Tag, an dem ich einfach zu Hause geblieben bin. Das hat schon sehr gut getan. Gut zu wissen mit deinem Papa!! Liebe Grüße!

  2. Ach Mensch – dass es auch immer direkt so dicke kommen muss! Immer nach vorn schauen, tief durchatmen und deine Trainingspartnerin feste… du weißt schon!!! Drück dich!

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