Was für ein Wochenende…

.. liegt da hinter uns. Für uns im Rheinland ein sehr seltenes Schauspiel: es schneite! Da wir etwas im Bergischen wohnen, kam auch etwas mehr herunter als in der Stadt. Das konnten wir am Samstag feststellen. Denn Freitag Nachmittag setzte der Schneefall ein und es schneite immer wieder mal und als wir am Samstagmorgen aufgestanden waren, staunten wir nicht schlecht: alles weiß und verschneit. 

Nach unserem Wocheneinkauf und Frühstück haben wir uns mitsamt Hund aufgemacht nach Düsseldorf. 

Mein Mann und ich hatten beide einen Termin beim Friseur und anschließend sind wir weiter in die Stadt hinein. Die restlichen Geschenke mussten besorgt werden und nun haben wir alles: für Mama, meine Schwester, für uns und natürlich für Eddie. Denn Eddie bekommt jedes Jahr etwas zu Weihnachten. Nennt es albern oder doof, aber er freut sich jedes Mal riesig, wenn er etwas auspacken darf und ich bilde mir ein, dass auch er diesen Abend als etwas Besonderes empfindet. Als wir alles besorgt haben, es war zum Glück alles in einer Ecke, sind wir nur schnell zur Ubahn und ganz schnell hinaus aus der Stadt. Uns hat es schon gereicht. Der Abend verlief gemütlich und entspannt. Ich habe noch kurzerhand Plätzchen gebacken. Traumstücke von Experimente aus meiner Küche. Schmecken wie Vanillekipferl, sind nur viel einfacher und schneller gemacht. Aber sie sind so so gut!! 

Sonntagmorgen war immer noch alles weiß. Neuer Schneefall war aber angekündigt und wir hatten auch gelesen, dass viel herunter kommen soll und es gegen Nachmittag regnen soll. Auf dem Weg gegen Mittag zu meiner Mama erahnten wir schon: da kommt aber sehr viel herunter. Nach einem Autobahnwechsel stellten wir fest: sehr viel! Denn auf der Autobahn war schon eine Schneedecke. Wären wir vernünftig gewesen, wären wir umgekehrt. Zu Hause eine schöne Runde mit dem Hund und dann ab auf die Couch und das Schneegestöber von der Couch aus beobachten.

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre….. so heißt es doch so schön! Wir waren nicht vernünftig und sind weiter gefahren. Mit Mama und meiner Schwester dann sogar noch weiter: nach Krefeld, zur Burg Linn. Auf den Linner Weihnachtsmarkt. Auf der Fahrt dorthin wurde  es immer schlimmer, mittlerweile sah man keine Fahrspuren mehr. 

Obwohl man ja die entsprechende Winterausrüstung am Auto hat, man muss ja doch immer mit der Dummheit der anderen rechnen. Glaubt mir, die haben wir gestern  noch zur Genüge erlebt.

Wir sind aber trotz der widrigen Wetterbedingungen gut angekommen und sind durch den ganzen Schnee zum Weihnachtsmarkt gestapft. Ich war echt überrascht, denn er ist wirklich schön. Auch wenn man ihn leider nicht wirklich genießen konnte. Denn es schneite ja nicht einfach still und leise vor sich hin. Es war dazu noch sehr windig, der Schnee nass und es war nur noch fies kalt. Nächstes Jahr möchte ich aber da gerne noch einmal hin. In Ruhe darüber gehen und genießen. Denn ich muss gestehen, ich hatte auf einmal gar keine Lust mehr. Mir war kalt und diese feuchte Kälte ging richtig durch. Auf den Hund müssen wir ja auch achtgeben. Er hat zwar einen Mantel angehabt, aber für die Wetterverhältnisse gestern war der Mantel nicht ausreichend. Dazu aber demnächst mehr!  Er hatte irgendwann die Faxen dicke. 

Verzeiht, dass ich keine Bilder vom Weihnachtsmarkt habe. Es war mir viel zu kalt, dass Handy hinaus zu holen. Kamera hatte ich bei dem Wetter erst Recht nicht mit.

Zum nächsten Sommer möchte ich da aber  auf jeden Fall noch  einmal hin. Denn das was ich dort so im Schnee gesehen habe, fand ich total schön. Die kleinen Straßen danach mit den kleinen Häusern waren einfach zauberhaft. 

Der Weg nach Hause war noch schlimmer als die Hinfahrt. Im Radio gaben sie Staus ohne Ende durch und den Hinweis, dass man bitte auf der Autobahn nicht schneller als 50 fahren soll. Der Hinweis war gut, denn schneller war eh nicht machbar. Aber viele mit Winterreifen meinen ja, sie seien damit unsterblich! Wir sind angepasst gefahren, aber natürlich  nicht gekrochen. Aber mit genügend Abstand und vorausschauend. Ihr meint jetzt: wieso erzählt sie das so? Das ist ja wohl alles normal und selbstverständlich. Nein! Denn die Menschheit ist so etwas von egoistisch geworden. Es wird an einem vorbei gezogen und überholt, es wird keinerlei Abstand gehalten und einfach mal Rücksicht nehmen und miteinander fahren statt gegeneinander… leider Fehlanzeige. Wir mussten an einem Wohnmobil vorbei fahren, der nicht mehr weiter kam. Schauten natürlich, dass kein Gegenverkehr kommt. Man kam aber trotzdem gut zu zweit noch daran vorbei, wenn man denn Rücksicht aufeinander nimmt. Stattdessen wird drauf gehalten und im vorbeifahren wird einem dann der Stinkefinger gezeigt! Ein Stück weiter, es ging bergauf, konnte man leider wegen den vorausfahrenden Autos nicht weiter rollen und so kam man ins stehen. Da die Straße spiegelglatt war, helfen dabei einem auch keine Winterreifen. Räder drehten natürlich durch und mein Mann fuhr vorsichtig hin und her um wieder Gripp zu bekommen. Gerade als wir es hatten, ging ein junger Mann an den Autos vorbei, zeigte so, das man warten soll und im gleichen Augenblick fuhr ein Audi schön an allen vorbei……. wie gut, dass ihm keiner entgegen gekommen ist. Denn er befand sich auf deren Fahrspur!! Ausweichen wäre nicht möglich gewesen. Ach Quatsch, er hätte sich wahrscheinlich noch dazwischen gedrängelt. Wir saßen beide sprachlos im Auto. Von Nächstenliebe weit und breit keine Spur und das am 2. Advent! Wie traurig ist das bitte? Bei so einem Wetter muss man doch aufeinander acht geben und nicht auf sein Recht pochen. Aber ich hab das Gefühl, ich bin manchmal einfach zu gut für diese Welt. Man könnte auch sagen: zu blöd! Aber wisst ihr was? Dann bin ich lieber zu gut oder zu blöd, aber so egoistisch mag ich nie werden. Gesunder Egoismus ist durchaus sehr gut und lobenswert, aber ein Arschloch sollte man dabei nicht werden! 

Zu Hause angekommen waren wir fasziniert über diese weiße Winterwunderlandschaft. Aus dem Auto ausgestiegen, standen wir über den Knöcheln im Schnee. Eddie aus dem Auto heraus geholt und hinein gesetzt…. er war fast verschwunden 😉 Aber er findet es ja toll!

In der Wohnung uns mit Tee und Kaffee aufgewärmt und Plätzchen gegessen und den Abend mit Netflix und Suits auf der Couch ausklingen lassen.

Wie war euer Wochenende? Ebenso winterlich?

2 Gedanken zu „Was für ein Wochenende…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.