Die Weihnachtszeit ist nicht mehr weit = Backzeit

Wie jetzt? Macht sie hier jetzt noch einen Backblog auf? Ist sie wirklich so begabt und vielfältig? Nein! Keine Sorge! Einen Backblog mache ich bestimmt nicht. Außerdem dürft ihr in diesem Blogpost keine kunstvollen Bilder erwarten. Ich bin kein Schischi-Mensch und auch, wie euch bereits bekannt ist, Dekorationslegastheniker. Folgedessen wird es bei den nachfolgenden Bildern nur Tatsachen geben. Kein goldenes Besteck ist dabei und liegt sinnlos blöd im Weg herum. Was sollte auch goldenes Besteck bei Backzutaten für einen Sinn machen? So findet ihr das nicht und auch anderes Schischi nicht. Findet ihr doof? Dann müsst ihr einfach wieder gehen. Ach so, ihr werdet hier auch kein sensationelles neues Backrezept finden. Wie??? Keine Kürbisweihnachtsplätzchen mit Zimt oder was weiß ich? Richtig! Nix neumodisches…stört euch? Oben rechts ist ein Kreuz, da kann man drauf klicken und die Seite schließt sich wie durch Zauberhand!

Aber nun…. lange Rede, kurzer Sinn: es geht um…. taaataaaa Vanillekipferl!!!!

Wie, Vamillekipferl? Brauche ich doch nur zu googlen und ich finde zig Rezepte!!?? JO! Stimmt! Ich werde auch nicht behaupten, dass ich hier jetzt das Vanillekipferlrezept schlechthin habe. Wozu auch? Auch ich kann Google bedienen und habe gesehen, dass es sehr sehr viele Rezepte gibt! 😉 Meines ist von unserer 80jährigen Nachbarin. Als ich Freitag von der Arbeit nach Hause kam, drückte sie mir die Tür auf und begrüßte mich mit meinem Paket im Arm. Es roch lecker bei ihr und wir kamen, wie so oft, ins quatschen. Sie backt gerade. Nachdem wir letzte Woche fertige Vanillekipferl gegessen haben, klingelte es bei mir: Haben Sie ein Rezept für Vanillekipferl? Aber sicher doch… sprach‘ und drehte sich um und holte ihr altes Buch, mit Hand geschriebenen Rezepten. Schreiben Sie es sich heraus…. Danke!

Gesagt, getan und beim Wocheneinkauf folgten direkt die Backzutaten mit in den Einkaufswagen. Bevor wir zum Training gefahren sind, habe ich den Teig zubereitet: 

Um dann hinterher festzustellen, dass ich an meinem Handmixer gar keine Knethaken habe. Also alles aus der schönen Schüssel heraus und rein in die Schüssel von meiner Küchenmaschine! Mensch, hätte ich auch eher darauf kommen können… macht doch eine solche Küchenmaschine auch viel mehr her auf Bildern und ich hätte nicht die unnütze Tasse Kaffee zur Rührschüssel dazu stellen müssen 😉

Aaaah…das sieht doch direkt besser aus! Geht doch! Der Teig knetete fröhlich vor sich hin und als er dann fertig geknetet war, habe ich ihn aus der Schüssel heraus geholt und Christo gespielt und vorschriftsmäßig Frischhaltefolie darum gepackt. 

Dann kam der Teig in den Kühlschrank und wir sind zum Training gefahren.

Stunden später…..

Wir hatten zwischenzeitlich zu Abend gegessen und erinnerten uns an den Teig! Also raus mit dem Teig und nun sollte man kleine Rollen aus dem Teig herstellen und dann kleine Kipferl formen. Klingt simpel? Ja, im Prinzip ist es das auch. Als Tipp für euch: frisch aus dem Kühlschrank kommender Kipferlteig, der so 3-4 Stunden im Kühlschrank war, lässt sich scheisse verarbeiten! Sorry für dieses böse Wort! Aber ich habe es für euch getestet und bald wäre der Teig überall gelandet, nur nicht auf dem Backblech! Ich bin halt keine Backfee!!! So sind die ersten Kipferl fröhlich vor sich hin gebröselt und auseinander gefallen und es wurden nicht nur Kipferl, sondern auch kleine Kipferlkugeln. Irgendwie wollten wir diesen Teig ja retten! 

Als mein Mann dann aus dem Teig viele Kugeln kugelte, stellte ich fest: der Teig bröselt nicht mehr… man kann doch kleine Rollen machen und zu Kipferln formen. Merke: der Teig soll zwar gekühlt sein, aber nicht kalt und muss etwas Zimmertemperatur bekommen beim verarbeiten, dann klappt es auch!! Entsprechend sah das zweite Blech doch besser auf. Ok, an der Gleichmäßigkeit müssen wir noch arbeiten….. aber sie sollen ja auch nicht perfekt sein, sie sollen schmecken!! 

Ab in den Backofen und nach entsprechender Backzeit hinaus: 

Jaaa…. ich hab doch gesagt: an der Form und an der Gleichmäßigkeit arbeiten wir noch! Versprochen! Die nächsten Kipferl werden mit Sicherheit perfekt aussehen!! 😉

Aber Moment mal….fehlt da nicht etwas? Irgendwie sehen sie so nackt aus! Aaah Halt! Auf richtigen Vanillekipferl kommt noch was drauf. Nun könnt ihr entscheiden, ob ihr die Puderzucker/Vanillezucker-Mischung mit einem Sieb darüber streut oder diese Mischung in eine Schüssel macht und dann die noch warmen Kipferl darin badet und wendet: 

Die in Puderzucker/Vanillezucker gewendeten und gebadeten und gepuderten Kipferl auf einen Teller legen. Fertig! Jetzt müsst ihr es euch noch schmecken lassen! Frisch schmecken sie schon lecker, einen Tag später schmecken sie nochmal so gut!  

Ach so, wer bis hierhin durchgehalten hat, der wird auch mit dem Rezept belohnt. Vielleicht habt ihr ja nun Lust zu backen! Schmunzeln musste ich übrigens, als ich in dem Buch meiner lieben Nachbarin das Rezept gelesen habe: bei einer gebürtigen Schweizerin sind es keine Kipferln…. sondern vielmehr Vanillegipferl 😉

Also hier nun das Rezept für Vanillek(g)ipferl:

1 Vanilleschote

100 Gramm Mandeln ohne Haut

275 Gramm Mehl

75 Gramm Zucker

2 Eigelb

200 Gramm Butter

Prise Salz

50 Gramm Puderzucker (war bei mir was mehr)

3 Päckchen Bourbon Vanillezucker

Vanilleschote halbieren und Mark herauskratzen. Die Zutaten (Mehl, Zucker, Eigelb, Butter, Vanillemark und Prise Salz zum Teig verarbeiten. Dann die Teigkugel in Frischhaltefolie verpacken und ab in den Kühlschrank. Dann könnt ihr auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte Rollen formen und dann diese in 4-5 cm Stücke schneiden. Wir haben letztlich aus dem Teig erst Kugeln geformt, daraus eine Rolle gemacht und dann versucht kleine Kipferl zu formen. 😉

Dann kommen sie natürlich in den Backofen. Bei Umluft bei ca 170 Grad ca. 12 Minuten backen.  Fertig sind sie, wenn die Spitzen Farbe bekommen haben. Aber schaut einfach…ihr seid schließlich nicht doof gelle 😉 Nicht wundern, die Kipferl sind noch was weich, wenn sie aus dem Backofen kommen. Ändert sich dann aber. Etwas abkühlen und dann entweder bestreuen mit der besagten Mischung oder pudern, wenden oder baden. Wir ihr mögt 😉

Viel Spaß beim Nachbacken! Und nicht enttäuscht sein, dass ihr hier kein hippes Backrezept vorgefunden habt 😉

2 Gedanken zu „Die Weihnachtszeit ist nicht mehr weit = Backzeit

  1. Wenn es Vanillekipferl gibt, brauche ich NICHTS anderes. Ich liebe sie. Dabei fällt mir ein, dass ich unser Familienrezept noch nie verbloggt habe. Ich bin pragmatisch und habe keine Lust auf das mühsame Formen der Kipferl. Ich forme aus dem Teig eine 5 cm dicke Rolle, kühle sie, schneide 5 mm dicke Scheiben ab, mache Kugeln daraus und drücke die in der Handfläche ein bisschen platt. Dann sind es Vanilletaler, die genauso lecker sind und viel schneller zuzubereiten sind.

    1. Ich hatte mal ein Rezept: Heidesandplätzchen mit Meersalz. Klingt schräg, aber war soooooo lecker. Ich glaube, die wären auch etwas für dich! Und ob Taler oder Kipferl.. hauptsache sie schmecken so, wie sie sollen ;))))

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