Oktober = Brustkrebsmonat

Ich weiß, der Oktober ist fast herum und jetzt komme ich daher und will euch etwas über den Brustkrebsmonat erzählen?

Als erstes: besser spät als nie! Denn man kann nicht oft genug darüber berichten. Warum? Weil es immer noch zu viele Frauen gibt, die Brustkrebs auf die leichte Schulter nehmen. Die nicht regelmäßig zur Krebsvorsorge beim Frauenarzt/ärztin gehen. Die aber auch nicht regelmäßig sich selbst abtasten.

Warum denn auch das alles? Krebs trifft doch immer nur andere. In meiner Familie gibt es keine Krebserkrankung. Ich lebe doch gesund. Ich rauche nicht, ich bin doch noch gar nicht in dem Alter. Das trifft nur alte/ältere Frauen usw. usw.

Nun, wer von euch findet sich da wieder? Zur Krebsvorsorge bei meinem Frauenarzt bin ich schon immer regelmäßig gegangen. Aber auch ich dachte: Krebs? Ja kenne ich. Ist eine schlimme Krankheit. Trifft aber immer andere. Bis vor zwei Jahren unsere Welt auf einmal still stand. Quasi aus fast heiterem Himmel wurde bei meinem Papa Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Krebs trifft immer nur andere? Der Satz schoss mir durch den Kopf. Nun hat es deine Familie getroffen Andrea. Vier Wochen später mussten wir Papa gehen lassen.

Ein halbes Jahr später ist meine große Schwester zur Mammographie gegangen. Dann kam der Anruf: sie müssen kommen, da ist etwas. Krebs trifft immer nur andere? Falsch gedacht! Bei meiner Schwester wurde tatsächlich Brustkrebs diagnostiziert. Da standen wir nun. Wir alle noch in Trauer um Papa und jetzt Angst um die Schwester. Es erfolgte eine Biopsie und dann auch recht schnell die Einweisung ins Krankenhaus. Meine Schwester hat Glück gehabt, denn der Tumor, der entdeckt worden war, war noch sehr klein. Dieser wurde bei der Operation entfernt und die Brust direkt bestrahlt. Danach musste meine Schwester noch einige Male zur Bestrahlung und sie muss jetzt jetzt Tamoxifen einnehmen. Sie hat also wirklich großes Glück gehabt, aber trotzdem muss sie jetzt damit leben, dass dieser Mistkerl von Krebs sich in ihrem Körper befunden hat. Sie ist jetzt nicht so residiv gefährdet, aber wie wir nun alle wissen: Krebs ist leider nicht berechenbar. Im Gegenteil. Aber wir sind sehr positiv eingestellt, auch meine liebe Schwester.

Einige Wochen später traf es jemanden im Bereich der Arbeit. Dort weiß ich aber nichts genaues wie es aussieht. Nur, dass diese Frau leider nicht zur Vorsorge gegangen ist. Dann hat es in diesem Jahr eine liebe Bekannte getroffen. Sie muss jetzt Chemotherapie durchlaufen und bislang geht sie sehr bewundernswert damit um.

Es kann also wirklich jede Frau treffen. Besonders betroffen können Frauen ab 40,50 sein. Frauen, die keine Kinder bekommen haben, die nicht gestillt haben.

Aber es gibt auch genügend Frauen, bei denen schon im Alter von 25 Brustkrebs diagnostiziert worden ist.  Deswegen nutzt eure Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt. Mammographie geht erst ab dem 50. Lebensjahr. Aber es gibt ja nicht nur die Mammographie. Jede Frau, gleich welchen Alters, sollte sich selbst regelmäßig abtasten. Ich mache das meist unter der Dusche beim Einseifen. Das geht schnell und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Also kommt mir nicht mit: ich habe doch keine Zeit. Baut es in eure Pflegeroutine mit ein! Wenn ihr nicht wisst, wie ihr abtasten sollt, fragt euren Frauenarzt/Frauenärztin. Ihr schaut am Tag so oft bei Facebook oder Instagram nach, dann werdet ihr auch bei Google einmal schauen können, wie man eine Brust abtastet! Ein Knoten fühlt sich an wie eine tiefgefrorene Erbse. Wisst ihr nicht, wie die sich anfühlt? Dann fühlt beim nächsten Einkauf einfach mal. Denn eine Früherkennung kann euer Leben retten! Denkt noch einmal daran: Krebs kann jeden treffen. Unter Umständen auch DICH!

Dann geht regelmäßig zum Frauenarzt, zwei Mal im Jahr. Bei einem Besuch lasst einen Brustultraschall machen. Ja, wir müssen das leider selbst bezahlen. Aber was sind schon 40€ für meine Gesundheit? Ausserdem, wenn ihr das alles regelmäßig machen lasst, hat das noch einen Vorteil. Euer Arzt kennt eure Brust! Auch so kann er/sie Veränderungen eher sehen und feststellen. Im übrigen sollte ein Arzt auch richtig abtasten. Unter richtig abtasten verstehe ich, dass der Arzt die Brust in beide Hände nimmt und richtig tastet und fühlt. Ihr meint, dass wäre doch selbstverständlich. Leider nein. Einmal wollte ich den Arzt wechseln, weil diese näher an meinem Wohnort ist. Sie fühlte nur kurz an der Seite und das war es. Da war ich von meinem Arzt vorher etwas anderes gewohnt und so nehme ich lieber einen größeren Weg in Kauf, aber der Mann kennt mich und auch meinen Körper und außerdem tastet er vernünftig ab.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei uns Frauen! Frühzeitig erkannt zu 85% heilbar. Also wenn ihr bisher alles gemacht habt, dann ist das toll und dann macht es weiter. Wart ihr bisher eher nachlässig und habt den Gedanken: ach, bei uns in der Familie hat bislang keiner Krebs gehabt, dann bekommt euren Hintern hoch und schiebt diesen Gedanken weg und denkt an euch!! Einiges nachlesen über Brustkrebs könnt ihr bei  Pink Ribbon und bei Brustkrebsdeutschland.

Wenn ihr im Netz unterwegs seid, dann habt ihr im Oktober bestimmt mitbekommen, dass viele Firmen (insbesondere einige Kosmetikfirmen) gerne spezielle Angebote anbieten und dann ein Teil davon gespendet wird. Eine Firma möchte ich hier besonders erwähnen. Somit ist das hier Werbung, aber unbezahlte.

Clinique ist immer mit dabei im Oktober. Jedes Jahr. Es gibt eine Sonderversion der DDML-Lotion. Meist ist ein Schlüsselanhänger in pink dabei und sage und schreibe 10 € von jedem Verkauf wird von Clinique gespendet! Warum ich das hier erwähne? Einmal benutze ich selbst Produkte von Clinique und mag die Firma. Ich benutze selbst die Lotion aus der 3 Phasen Pflege, sowie ich ebenso diese 3 Phasen Pflege benutze. Außerdem habe ich gesehen, dass Clinique mit 10€ recht hoch spendet. Und weil ich das toll finde, erwähne ich das hier. Aber seht selbst:

Die Bilder darf ich mit freundlicher Genehmigung von Clinique benutzen. Danke dafür!!

Liebe Frauen!

Nutzt also eure Chancen. Geht regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, aber tastet euch bitte auch selbst ab. Damit man, wenn man etwas entdeckt, auch frühzeitig zum Arzt gehen kann! Es trifft nicht immer nur die Anderen. Es kann auch dich treffen!

2 Gedanken zu „Oktober = Brustkrebsmonat

  1. Das ist ein sehr guter Artikel, liebe Andrea, den ich nur unterschreiben kann.
    Ich denke mal, mit der lieben Bekannten bin ich gemeint. Ja, ich gehe offensiv mit der Erkrankung um. Ich laufe, wenn das Wetter entsprechend ist, auch glatzköpfig durch die Innenstadt. Dann sieht man mir die Krankheit an. Ich bin nur die eine von acht Frauen, die erkranken. Und dass es mich gibt, kann ruhig jeder wissen.
    LG, Angi

    1. Richtig, du bist mit der lieben Bekannten gemeint. Und ich bewundere dich sehr, wie du damit umgehst. Und wehe dieser Mistkerl ist nicht davon beeindruckt! Du hast Recht: es darf ruhig jeder wissen!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.