Der Backofen, der es vorgezogen hat, seinen Dienst einzustellen

Gerade zwei Jahre und ein Monat ist unsere Küche alt. Eine Küche, die in die Wohnung angepasst wurde und die wir uns gegönnt haben, als wir umgezogen sind. Endlich eine schöne neue Küche…. Die Küche selbst ist auch wirklich toll. Ich mag sie auch immer noch sehr und würde sie mir auch so wieder bestellen.

Nur leider haben wir etwas Pech mit den Geräten. Wobei ich das hier jetzt mal nicht beschreien sollte. Letztes Jahr merkten wir, dass unser Kühlschrank nicht kühlte, sondern eher heizte 😉 Aber dieser wurde dann ausgetauscht.

Nun sind die 2 Jahre Garantie herum und unser Backofen hat es vorgezogen, seinen Dienst einzustellen. Wollten wir uns letzte Woche etwas im Backofen machen und stellten es auch hinein, machten alles an und wunderten uns schon, dass die Lampe nicht mehr ging.

Nun gut, muss halt die Lampe ausgetauscht werden. Der Ofen piepste nach 15 Minuten auch brav, ich machte ihn auf und dachte so: das Essen sieht aber genauso aus, wie wir es hinein gestellt haben……… ich habe dann mal eine Hand hinein gehalten und der Backofen war kalt. Gebläse von der Umluft lief brav, aber er hat einfach nicht mehr geheizt. Wir haben dann die Lampe heraus gedreht und sind in ein Fachgeschäft gefahren und haben nachgefragt. Dort wurde die Lampe geprüft und siehe da, sie funktioniert. Nur leider nicht mehr in unserem Backofen. Wir haben ihn mal ausgebaut und nachgeschaut, aber nirgendwo ist was lose oder locker.

Tja, was tun? Kundendienst anrufen und melden? Würde man wohl normal so machen. Würde ich auch machen, wenn denn noch Garantie auf alles wäre. Doch leider ist nun keine Garantie mehr vorhanden. Wir haben gegoogelt und geschaut und festgestellt, dass wir zwar einen netten Backofen hatten, jedoch keinen teuren. Soll ich jetzt wirklich für einen Backofen, der 249 Euro kostet, den Reparaturdienst/Kundendienst anrufen? Dann abstimmen, wann denn endlich jemand kommen kann, mir dann auch freinehmen und dann kommt der Kundendienst und stellt fest: Thermostat kaputt, muss ich bestellen, muss ich nochmal wieder kommen. Bezahle dann Anfahrt, bezahle Thermostat und darf mir dann dafür zwei Mal frei nehmen und zwei Urlaubstage für verplempern und zahle nachher genauso viel fast wie für einen neuen Backofen?

Mein Mann und ich haben hin und her überlegt und sind letzten Endes zu dem Schluss gekommen: wir kaufen uns einen neuen Backofen. Dieser wird nun Mitte September geliefert, weiß was Frauen wünschen… sprich, er ist von Bauknecht und ist dann auch hochwertiger als der alte Backofen. Wobei das heutzutage ja auch nichts heißt. Auch bei einem teuren Gerät kann etwas kaputt gehen. Irgendwie wird doch heutzutage leider alles so hergestellt, dass es nur noch eine gewisse Zeit hält. Und dann gibt es dazwischen noch die elektrischen Geräte, die halten und halten und halten. So etwas wünsche ich mir für meinen neuen Backofen. Und das die Lieferung vielleicht doch etwas früher kommt 😉 Dann werde ich ihn sofort ausprobieren und vielleicht etwas Überbackenes machen oder eine Blitzpizza.. ganz bestimmt werde ich aber einen Apfelkuchen machen.

Habt ihr bislang Glück gehabt mit elektrischen Geräten wie Fernseher, Herd, Backofen, Kühlschrank, Spülmaschine? Oder eher Murphys Gesetz?

4 Gedanken zu „Der Backofen, der es vorgezogen hat, seinen Dienst einzustellen

  1. Liebe Andrea,
    ja, das Leid mit den Elektrogeräten….
    Ich wünsche Eurem neuen Back-Onkel ein langes, heißes und umluftiges Leben… 🙂
    Meiner war damals ein wirklich preiswertes Teil und obwohl ich dachte „Der wird wohl schnell den Geist aufgeben!“ macht er täglich (oder jedenfalls fast täglich) brav seine Arbeit. Toi toi toi – man soll´s ja nicht beschreien…
    Dafür ist mein Verschleiß an Kaffeemaschinen schon sehr bemerkenswert. Egal welche Preisklasse, egal wie sehr ich sie mit Wellness in Form von Reinigung und Entkalkung verwöhne – man könnte meinen, die Kaffeebohnen-Bearbeiter erwachen zum Leben, laufen durch die Wohnung um die Quittung für sich selbst zu finden und fangen hämisch zu kichern an, sobald der Tag des Garantieablaufs naht… Ihr hämisches Kichern klingt in meinen Ohren wie ein letztes Röcheln und kurz danach ist dann auch meistens Zeit für die nächste Kaffeemaschinen-Bestattung. Egal, ob Senseo, Dolce Gusto, Tassimo, Expressi etc – ich hatte sie ALLE! Keine wollte mir treu zur Seite stehen. Nachdem ich – völlig desillusioniert – fast ein halbes Jahr per Hand (mit schönem, alten schrulligen Filter) aufgebrüht habe, habe ich mich nun doch noch einmal an eine Kaffeemaschine getraut. Diesmal eine klassische Filtermaschine von Krups, aber mit Mahlwerk und Timer…. Oh … beim Schreiben wird mir gerade bewusst … wieder zwei Special Features, die allzu gerne ihren Geist aufgeben… Ach was, ich bleibe optimistisch. Und außerdem hat mir das schwere, laute Brumm-Maschinchen noch im Saturn die ewige Treue schwören müssen – das war meine Bedingung für unsere Beziehung…
    In diesem Sinne – auf eine lange, heiße Freundschaft mit dem neuen Back-Onkel.
    Liebe Grüße, Alex

    1. Hallo Alex,
      oooh… Kaffeemaschine 😉 Bei uns war es damals mal die Senseo gewesen, die uns immer geärgert hat. Wir hatten eine, sind in Urlaub gefahren und haben sie mitgenommen und als wir wieder zu Hause gewesen sind, war sie kaputt. Einfach kaputt. Neue gekauft, Jahr drauf wieder in Urlaub gefahren und wieder sie mitgenommen, zurück aus dem Urlaub: kaputt. Das hatten wir drei Mal und dann hatten wir die Nase voll und haben uns dann 2012 einen Kaffeevollautomaten gegönnt. Dieser hält noch und ich hoffe sehr, dass ich es jetzt nicht beschrieen habe 😉 Vielleicht ist das ein Zeichen bei dir und du solltest auf Tee umsteigen? ;)))
      Liebe Grüße Andrea

      1. Hach…. Tee…. Auch lecker, aber eher mal zwischendurch und auch nur im Winter… Bin halt so ne richtige Kaffee-Tante. 🙂
        Lang mögen unsere aktuellen Kaffee-Bereiter leben!

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