Die Woche…

Geht man von den Tagen und nicht vom Datum beginnt ab heute die bislang schlimmste Woche meines Lebens.

Vom Datum her geht es ab dem 3.8. los. Da kam der Anruf vom EVK: Kommen Sie bitte zeitnah ins KH. Es ist dringend! Nie werde ich diesen Anruf vergessen. Auch nicht vergessen, wie mein Kollege mit mir im Auto eine Kollegin durch die Stadt gebrettert ist um möglichst schnell im KH zu sein….

Nun beginnt also diese Woche der heftigen Erinnerungen. Und am Samstag ist Papa dann 1 Jahr tot. Zum Glück ist es ein Samstag. Keine Arbeit. Aber ich hätte mich auch krank gemeldet. Da hätte ich nichts mit zu tun gehabt. Meine Kollegen sind alle wirklich lieb, aber an dem Tag hätte ich sie nicht ertragen. Wir werden am Samstag natürlich zu Mama fahren.

Zur Zeit ist das alles wieder ganz frisch da…. Wie schrieb jemand im Krebsforum: euer Abschied war brutal, schnell und erbarmungslos. Ja das stimmt. Es kam alles so schnell, so heftig. Ein Monat vorher war Papa im Prinzip noch das blühende Leben und auf einmal liegt er im Sterben.

Da blickt man dann anders auf sein Leben. Was ist wichtig, vor allem wer ist wichtig? Man lernt, dass so mancher Mensch, wo man dachte, der ist einem wichtig, einfach das Interesse verliert. Man lernt selbst Abstand davon zu nehmen, dass es nicht mehr so weh tut. Man weiß auf einmal, wer da zu einem steht.

Aber jetzt diese Woche… Ich habe schon ein wenig Angst vor ihr. Ich weiß aber auch, dass ich sie meistern werde. Denn ich bin stark.
Trotzdem vermisse ich dich so so sehr mein Papili.

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