Die Schnelllebigkeit unserer Zeit

Unsere heutige Zeit ist eine sehr sehr schnelllebige Zeit.

In den Zeiten des Internets erst Recht. Was gestern wo geschrieben stand, ist heute schon vergessen. Ok, manches vergisst das Internet natürlich nie 😉 Aber das ist auch etwas anderes.

Aber in den Zeiten mit dem Internet ist so vieles schnell da, aber auch schnell wieder weg. Ich mag das Internet. Sehr sogar. Ich bin auch täglich im Internet. Um zu surfen, zu schauen, Informationen zu holen und zu bekommen und um die Social Medien zu nutzen. Sei es hier Instagram, Facebook, Twitter oder auch Snapchat. Bei Instagram bin ich wohl am aktivsten, danach folgt Facebook. Twitter finde ich praktisch, weil man so manche Nachricht dort schneller mitbekommt. Ich bin auch schon lange im Internet unterwegs. Bin ja auch schon älter 😉 Früher viel gechattet und lustige Abende im Internet, im Chat, verbracht. Schon damals und mit der Zeit festgestellt: Internet ist Fluch und Segen zugleich. Man kann schnell Informationen bekommen, man kann leicht und einfach Kontakt halten oder auch neue Kontakte knüpfen. Da aber kommt nun die Schnelllebigkeit mit ins Boot hinein. Jemanden, den man schnell mal kennengelernt hat im Netz ist unter Umständen auch schnell wieder verschwunden. In manchem Chat benötigte es da nur die Betätigung des Knopfes: Chat verlassen. Oder einfach sich löschen und sich neu registrieren. Kaum glaubte man jemanden zu kennen, war mitunter die Person auch schon wieder verschwunden. Manche finden ihre große Liebe im Netz und ja, ich kann mir vorstellen, dass es so etwas durchaus gibt. Viele finden auch neue Bekannte/Freunde im Netz und auch hier glaube ich, dass es so etwas durchaus gibt. Bekannte finden eh. Das geht schnell und die bleiben auch. Freunde? Das ist nur eine Handvoll. Denke ich. Auch hier gibt es bestimmt Ausnahmen. Aber wenn ich so zurück denke an meine bisherige Zeit im Netz, dann muss ich sagen: meine Freunde habe ich im realen Leben kennengelernt und da sind die meisten von auch immer noch in meinem Leben. Sei es meine Freundin aus Kindergartenzeit oder meine Freundin von der Arbeit. Sei es meine Freundin, die mittlerweile nicht mehr in Düsseldorf lebt, sondern in Berlin. Freunde aus dem Netz? Gab es durchaus einige und viele. Zu manchen mehr Kontakt, zu manchen nur kurze Zeit engen Kontakt. Aber im Grunde genommen ist keiner wirklich noch da. Oder es hat sich von Freundschaft in Bekanntschaft gewandelt. Es ist zum größten Teil auch okay so. Es ist ja toll, dass man viele neue Leute kennenlernen kann. Nur schade ist es schon, dass so manche dann einfach irgendwie vergessen sind oder vergessen werden. Wo vorher ein engerer Kontakt geherrscht hat und auf einmal Stille ist, dann ist es traurig. Natürlich entwickeln sich viele Leute ja auch weiter und das ist auch gut so. Denn so wie das Leben sich weiter dreht und sich weiter entwickelt, so entwickelt man sich ja selbst auch. Stillstand ist schön und gut, aber auch langweilig und auch nicht gut für einen selbst.

Natürlich sind manche Freundschaften und Bekanntschaften es auch nicht unbedingt wert oder es war halt für die Zeit okay und gut und eine Bereicherung für das Leben. Aber manchmal tut es auch weh. Man fühlt sich aufs Abstellgleis abgestellt. Man hat sich angefreundet und aus Bekannten sind sowas wie Freunde geworden. Man hat sich getroffen, man mag sich. Man hat sich Sachen erzählt und anvertraut. Und auf einmal ist alles irgendwie anders. Der eigene Alltag nimmt einen mit und man merkt gar nicht,wie sehr die Zeit vergeht. Es gibt Vorfälle im eigenen Leben, wo auf einmal alles anders ist. So schleichen sich manche Freunde aus dem Leben. Ein schleichender Prozeß.  Liegt es an einem selbst? Liegt es am anderen? Woran liegt es? Ich glaube, dafür gibt es keine Antworten. Bei dem einen liegt es an einem selbst, bei dem anderen an anderen Faktoren. Aber dieses Phänomen habe ich hauptsächlich im Internet kennengelernt. Wer heute noch in ist und aktuell, ist morgen schon wieder vergessen. Überspitzt gesehen. Mit dem man heute noch befreundet ist, auch eng, mit dem kann nach einiger Zeit alles anders sein. Ist es das, weil man mitunter nicht in der gleichen Stadt lebt? Ich denke, dass macht auch viel aus. Natürlich kann man sich schneller treffen und sehen oder was ausmachen. Es muss nicht so geplant werden, als wenn man z.B. eine Stunde oder zwei Stunden fahren muss. Wenn man es bei manchen so beobachtet, dann weiß man auch, dass es auch immer so weitergehen wird. Manche bleiben, manche gehen oder manche begleiten einen ein Stück des Lebens etwas enger und dann lockerer.

So werden auch in mein Leben Menschen treten und manche mich eine Zeitlang begleiten. Mein Leben bunt machen, es bereichern. Schöne Zeiten einen erleben lassen. Manchmal wird es weh tun, wenn jemand sich etwas entfernt. Denn wir als Menschen haben ja Gefühle und entwickeln auch Gefühle für den anderen. Man ist sich symphatisch, man mag sich. Warum sonst vertraut man sich manches vielleicht an? Dann ist es auch schade, wenn aus einer Freundschaft eine Bekanntschaft wird. Aber man kann keinen Menschen zwingen bei einem zu bleiben. Oder miteinander befreundet zu bleiben. Freundschaft im Netz? Durchaus möglich, aber meine wahren und echten Freunde sind zwar im Netz, ich habe sie dort allerdings nicht gefunden.

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