Wie mit der Diagnose Krebs umgehen?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung!! Ich weiß es nicht. Denn ich selbst persönlich war noch nie davon betroffen. Nur betroffen als Angehörige. Und das ist schwer. Einfach nur verdammt schwer. Denn wenn man hört: da ist etwas, was da nicht hingehört und später hört man Karzinom/Krebs, dann zieht es einem einfach nur den Boden unter den Füßen weg. Denn man hört und liest ja soviel negatives über diese verdammte Krankheit. Man selbst kennt irgendjemanden, der davon betroffen war oder ist oder selbst ein Angehöriger ist und wo es nicht gut ausgegangen ist. Und man weiß, dass Krebs scheisse ist. Das Krebs meist auch Chemo bedeutet und was das heißt, weiß man auch. Deswegen ist der Boden unter den Füßen erst einmal weg und man hat das Gefühl, man stürzt in ein schwarzes Loch. Wir haben da gesessen und wir haben geweint. Wir hatten Angst. Große Angst. All das sind Gefühle, die dazu gehören bei der Diagnose Krebs!

Mich selbst überkam dann aber eine positive Kraft. Ich habe mich etwas schlau gemacht im Netz, mich in Krebsforen angemeldet. Mich in die Krankheit eingelesen, denn wenn man seinen Feind kennt, dann kann man ihn auch besiegen. Das war meine Einstellung gewesen. Und auch wenn Bauchspeicheldrüsenkrebs das Sorgenkind der Onkologie ist, so habe ich durchaus von Positivbeispielen gelesen. Auch welche, die ähnlich schlecht waren wie bei Papa. Im Prinzip hat Bauchspeicheldrüsenkrebs die höchste Todesrate, aber so um die 5% sollen eine Chance haben. Warum soll nicht auch Papa zu diesen 5% gehören? Auch Papa selbst war an sich dennoch kämpferisch eingestellt: das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen!

Aber wie würde ich reagieren, wenn ich jetzt die Diagnose Krebs bekommen würde oder mein Mann? Erst einmal ist es doch wirklich so, dass man in ein schwarzes Loch fällt. Dennoch bleibe ich dabei, dass durchaus positive Kraft helfen kann. Es wird keinen Geheimtipp geben, wie man mit dieser Diagnose umgehen kann und soll. Denn jeder Mensch ist anders und jede Krankheit ist anders. Auch und erst Recht bei Krebs. Und wenn der erste Schock überwunden ist, dann sollte man aber trotzdem versuchen positiv an dieses verdammte Schalentier rangehen. Gut siehst du aus! Danke, ich sage es meinem Krebs. Der wird sich darüber ärgern. Dieses Zitat habe ich in einem Buch gelesen. Ein Dichter muss es mal gesagt haben. Und ich finde es ziemlich passend. Denn genau das will der Krebs ja, dass es einem nicht gut geht. Und wenn man aber gut aussieht, dann ist man ja auch nicht krank. So denken die meisten Leute doch. Gut siehst du aus…= es geht dir gut! Und nichts kann Krebs mehr ärgern.

Trotzdem ist und bleibt Krebs ein riesengroßes Arschloch. Und ich wünsche jedem, der mit dieser Diagnose konfrontiert ist und wird, ganz viel Kraft und möge er das Beste aus seiner Situation machen: den Kriebs besiegen!!!

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