Tag der Übergabe bzw. wie wir zu unserer neuen Wohnung kamen

Endlich!! Endlich ist der 14.08. da und damit Tag der Übergabe! Was für ne Übergabe fragt ihr euch jetzt. Die unserer alten Wohnung. 24 Jahre habe ich in diesem Haus gewohnt. Nicht in der gleichen Wohnung. Ich bin vor einigen Jahren innerhalb des Hauses umgezogen. Von einem knapp 30 qm2 Appartment in eine knapp 54 qm2 2 Zimmer Wohnung. Auf der gleichen Etage. Unter dem Dach. 24 Jahre Dachschräge!

Als dieses Jahr die ersten warmen Tage kamen, war mir klar: noch ein Sommer in dieser Wohnung? In der Gegend? Never!! So begaben wir uns auf Wohnungssuche. Wir hatten klare Vorstellungen von unserer neuen Traumwohnung: Erdgeschosswohnung oder höchstens 1. Etage. Mindestens Balkon mit Süd-Westausrichtung, vielleicht eine kleine Terrasse mit etwas Garten. Nette Nachbarn, die sich grüßen und gerne miteinander reden und ein Hund sollte natürlich auch erlaubt und erwünscht sein. Nicht nur bei dem Vermieter, sondern auch bei den Nachbarn. Klingt alles unwahrscheinlich? Ja, das dachten wir auch. Aber wir dachten auch: wir haben ja Zeit, wir müssen nicht ausziehen. Es war uns klar: irgendwo wird diese Wohnung auf uns warten. Ach ja, eine ansprechende Wohngegend sollte es auch sein. Ruhig und beschaulich. Keine Hochhäuser, wenig Mietparteien, freundliche Straße… So haben wir in den gewissen Immobilienportalen geschaut, selbst Anzeigen aufgegeben. Gab es eine Erdgeschosswohnung mit etwas Garten, waren Hunde selbstverständlich NICHT erlaubt 😉 Insgesamt haben wir uns zwei Wohnungen angeschaut und die eine davon war nur aus Jux und Dollerei. Wir hatten sie im Vorfeld schon ausgeschlossen. Andere im Vorfeld schon ausgeschlossen durch anschauen der Wohngegend. Dann kam unsere jetzige Wohnung. Erdgeschosswohnung, Terrasse, Garten, Balkon, Hunde nach Vereinbarung. Kontaktiert und die Straße wurde mir genannt. Wir losgefahren und uns Straße und Umgebung angeschaut. Am nächsten Tag zu Fuß zur S Bahn gelaufen um abzuchecken, wie lange man läuft. Schließlich muss auch die Fahrt zur Arbeit für uns passend sein. Und dann standen wir am Tag darauf in der Wohnung. Mein Mann verliebte sich sofort in sie. Ich war schon schwer begeistert, aber muss alles abchecken, durchgehen ob auch wirklich alles passt. Die Chemie zwischen dem Vermieter und uns war einmalig. Sympathie hoch zehn auf beiden Seiten. Er verliebte sich quasi in uns, denn er wimmelte danach alle anderen Bewerber ab 😉 da mein Bauchgefühl sich nicht rührte und nach dem zweiten Besuch ich mich auch in die Wohnung verliebte, war klar: wir wollen diese Wohnung. Da der Vermieter uns immer noch mehr als wollte, gab es keinerlei Probleme und zwei, drei Wochen später hatten wir den Mietvertrag unterschrieben! So ein lieber und herzensguter Vermieter! Einfach nur lieb. Man kann mit ihm reden, er kümmert sich auch um alles. Und vom alten Schlag: Schufa-Auskunft? 3 Gehaltszettel? Nichts wollte er haben und sehen: ich habe eine so gute Menschenkenntnis und ich habe euch angeschaut, das reicht mir. Nicht, dass er etwas zu befürchten hat…aber trotzdem Respekt für deinen Mut 😉

Unsere alte Wohnung haben wir gekündigt. Zum 15.8.! Ich hab am 15.5. die Kündigung geschrieben, habe nach Mustervorgaben geschaut und mir selbst war gar nicht aufgefallen, dass da zum Mitte des Monats stand und nicht Ende des Monats. Unserem alten Vermieter ist dieses auch nicht aufgefallen und er hat treu und brav unterschrieben. Nur der Maklerin ist es aufgefallen und auch prompt böse aufgestoßen. Wir hatten immer betont und darum gebeten, dass wir auch gerne früher aus dem Vertrag möchten. Wir wussten, dass wir zum 01.07. in die neue Wohnung konnten und wir wollten natürlich versuchen keine doppelt Miete zahlen. Aber natürlich hat die Maklerin zum 01.09. gesucht. Bei ihrem Besuch in unserer Wohnung schaute sie sich auch sehr abfällig um. Sah Flecken an einer Wand: Schimmel???? Da hätten sie besser lüften müssen…. Hier, nehmen Sie mal die Hundedecke, ich will Bilder machen. Da stand sie vor uns in ihrer ganzen Pracht (wir kannten sie ja vorab schon…in unserem alten Stadtteil ist sie die Maklerin für alle): eingebildet, macht einen auf reich (ok, Geld wird sie haben), mit Louis Vuitton Gürtel, mit Michael Kors Schuhen, enge Hose, Bluse in Hose gestopft und leider zwei Nummern zu klein, Make-up im Gesicht, welches sie am Abend abspachteln muss! Zu braun, zu dick, mit Rand am Hals. Sie versucht stilvoll zu sein, jedoch sieht es nur billig aus. Arrogant bis zum abwinken. Die Flecken an der Wand waren lediglich Stockflecken. Man konnte sie einfach wegwischen (hätte ich auch vorher mal machen können).

Besichtungen kamen, drei Stück und ein Mann war dabei, der zum 01.09. die Wohnung auch wollte (selbst schuld). Wir haben unseren Umzug Ende Juni gestemmt und versucht mit der Maklerin zu reden: wäre denn wenigstens der 1.8. möglich?, wie, sie machen die Übergabe?, wir haben einen Vermieter (zu dem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass der Mann schwer erkrankt war und auch deswegen unsere Vermieterin nicht mitmuss reden wollte und konnte). Sie fuhr meinem Mann aber einfach über den Mund, ließ ihn nicht ausreden und so mussten wir halt in den sauren Apfel der doppelten Mieten beißen. Keine Frage, ist halt so. Wir haben Kündigungsfrist einzuhalten. Und hat nur die Art und Weise so wahnsinnig geärgert. Auch das die Maklerin einfach einen Tag mit Uhrzeit zwecks Übergabe vorgeschlagen hat. Ich habe ihr erklärt, dass wir durchaus zur arbeitenden Bevölkerung gehören und 12 Uhr somit nicht geht.

Ich muss dazu sagen, dass wir bislang in einem Stadtteil gelebt haben, der sehr dörflich war/ist. Und gerade im Aufschwung ist. Die Bauern bauen auf ihrem Land lauter neue Mietshäuser und die Mieten liegen dort weit über dem Durchschnitt. Unser Haus war ein älteres Haus, daneben stehen zwei neue Häuser von unserem Vermieter und nur dort hat er alles gemacht. Wir waren ja nur die Mieter aus dem alten Haus ;)) man musste immer mehrere Briefe schreiben, wenn etwas gemacht werden musste. Warum uns also die Maklerin so behandelte, als wären wir das Allerletzte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Montag klingelte mein Handy: die Maklerin. Ja Hallo, ich wollte mal fragen, ob vorab der Maler in die Wohnung könnte, damit er schauen kann, was er benötigt etc.  Ehm…… ????? WTF??? Ich dachte, ich höre nicht richtig. Wir hatten es angeboten und gebeten, etwas früher rauszukommen… Aber nein, 14 Tage reichen…. Und jetzt das? Ich lächelte leise in mich hinein: tut mir leid Frau xyz, sie sind uns ja nicht entgegenkommen, warum sollte ich es jetzt tun? Übergabe ist ja am Freitag. Danach können sie tun und lassen was sie wollen! Davon ab, mein Vater ist verstorben, ich habe überhaupt keine Zeit! Wir sehen uns am Freitag um 18 Uhr.

Heute Abend ist es also nun endlich soweit. Und erst wenn wir diesen Termin hinter uns gebracht haben, atme ich auf. Erst dann können wir endlich einen Strich unter dieser Wohnung machen. Ich hoffe nicht, dass sie uns heute Abend heute noch irgendwelche Steine in den Weg legt und wir anstandslos unsere Kaution wieder bekommen. Drückt die Daumen bitte!

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